Beim Gehalt als Schulbegleitung gibt es keine feste Zahl, aber klare Faktoren, die es bestimmen.
Das Gehalt hängt stark von Träger, Tarif, Qualifikation und Region ab. Mindestens gilt der gesetzliche Mindestlohn, Stand 2026 sind das 13,90 Euro brutto pro Stunde. Fachkräfte wie Erzieherinnen werden oft nach Tarif höher bezahlt. Weil viele Stellen in Teilzeit sind, entscheidet auch Ihre Stundenzahl über das Monatseinkommen.
Gibt es ein festes Gehalt für Schulbegleiter?
Nein. Schulbegleitung ist keine geschützte Berufsbezeichnung, und es gibt keine bundesweit einheitliche Ausbildung. Entsprechend gibt es auch kein einheitliches Gehalt. Eine feste Untergrenze gibt es aber: den gesetzlichen Mindestlohn. Stand 2026 liegt er bei 13,90 Euro brutto pro Stunde. Darunter darf kein Träger bezahlen.
Konkrete Durchschnittswerte für ganz Deutschland lassen sich kaum seriös nennen. Zu verschieden sind die Bedingungen bei den einzelnen Trägern. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf Zahlen aus Foren oder Vergleichsportalen. Fragen Sie besser direkt beim Träger nach, welcher Stundenlohn für Ihre Stelle gilt und wie er sich zusammensetzt. Ein seriöser Arbeitgeber gibt Ihnen darüber offen Auskunft, am besten schon vor der Vertragsunterschrift.
Wovon hängt Ihr Verdienst ab?
Mehrere Faktoren bestimmen, was Sie am Ende des Monats bekommen:
- Träger: Arbeitgeber sind meist freie Träger der Jugend- oder Behindertenhilfe. Jeder Träger hat eigene Vergütungsregeln.
- Tarif: Manche Träger zahlen nach Tarifvertrag, andere nicht.
- Qualifikation: Fachkräfte, etwa Erzieherinnen oder Heilerziehungspfleger, werden oft nach Tarif höher eingestuft als Nicht-Fachkräfte.
- Region: Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Kostenträger.
- Stundenzahl: Ihre Arbeitszeit richtet sich nach dem Stundenplan des Kindes.
Wer der Arbeitgeber ist und warum das wichtig ist, erklären wir unter Wer ist der Arbeitgeber eines Schulbegleiters?
Warum ist das Monatseinkommen oft überschaubar?
Viele Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter arbeiten in Teilzeit am Vormittag, weil das Kind nur während der Schulzeit begleitet wird. Das macht den Job gut vereinbar mit Familie, begrenzt aber das Monatseinkommen. Mehr dazu lesen Sie unter Arbeiten Schulbegleiter in Teilzeit?
Hinzu kommen Fragen, die das Einkommen beeinflussen können. Je nach Träger gibt es Regelungen für Ferien, etwa über ein Arbeitszeitkonto, Urlaub oder teils unbezahlte Zeiten. Auch Ausfallzeiten, wenn das Kind krank ist, werden unterschiedlich behandelt. Lesen Sie dazu Was passiert als Schulbegleiter in den Ferien?
Wie können Sie Ihre Chancen auf ein besseres Gehalt verbessern?
Sie können einiges selbst beeinflussen. Vergleichen Sie Angebote verschiedener Träger und fragen Sie gezielt nach dem Tarif. Eine Weiterbildung zur Schulbegleitung gibt Ihnen fachliche Sicherheit und verbessert Ihre Chancen bei der Bewerbung. Ob sie sich direkt im Gehalt niederschlägt, hängt vom Träger ab. Fragen Sie im Gespräch auch nach:
- Wird nach Tarif bezahlt, und in welcher Stufe?
- Wie werden Ferien und Krankheitstage des Kindes vergütet?
- Gibt es die Möglichkeit, mehr Stunden zu arbeiten?
Nächste Schritte
- Notieren Sie, wie viele Stunden pro Woche Sie arbeiten möchten.
- Vergleichen Sie Stellenangebote mehrerer Träger und fragen Sie nach Tarif und Ferienregelung.
- Prüfen Sie, ob eine Weiterbildung Ihre Chancen verbessert. Bei Care-er, einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger, gibt es eine Online-Weiterbildung zur Schulbegleitung mit Live-Unterricht. Fragen Sie dort nach den Fördermöglichkeiten.